Laktoseintoleranz bei Babys

Laktoseintoleranz bei Babys tritt glücklicherweise recht selten auf. Menschen, die später eine natürliche Laktoseintoleranz entwickeln, vertragen trotzdem als Baby in der Regel Milchzucker. Im Normalfall ist auch bei diesen Personen die Verträglichkeit von Milchzucker im Säuglingsalter extrem gut, da Neugeborene von Natur aus voll auf die Ernährung mit Muttermilch ausgerichtet sind. Tritt bei einem Baby eine Laktoseintoleranz auf, verträgt es die laktosehaltige Muttermilch schlecht. Es kommt dann zu wässrigen Durchfällen oder ähnlichen Symptomen und das Neugeborene wird sich entsprechend mit der Gewichtszunahme schwer tun.

Ursachen können hier entweder eine genetisch verursachte angeborene Laktoseintoleranz sein, oder aber die noch nicht ausreichend entwickelte Darmschleimhaut. In letzerem Fall kann sich das Problem nach einigen Monaten, spätestens in der Regel innerhalb des ersten Jahres, von selbst lösen, wenn der Darmtrakt weiter ausreift. In beiden Fällen sollte man unbedingt auf entsprechende Spezialnahrung für Säuglinge umstellen. Herkömmliche Säuglingsnahrung enthält viel Laktose, weshalb sie bei Milchzuckerunverträglichkeit denkbar ungeeignet ist.

Nicht zu verwechseln ist Laktoseintoleranz bei einem Baby mit Kuhmilcheiweißallergie. Diese tritt in etwas höherem Maße bei Babys und Kleinkindern auf und äußert sich in allergischen Reaktionen, insbesondere an der Haut oder an den Atemwegen. Auch das muß man selbstverständlich bei der Ernährung berücksichtigen, Muttermilch wird jedoch beispielsweise in diesem Fall weiter gut vertragen. Sojaprodukte sollte man hingegen nicht bei Babys unter einem Jahr verwenden.

-> Diagnose von Laktoseintoleranz