Laktoseintoleranz im Alltag

Im täglichen Leben helfen die beim Thema Leben mit Laktoseintoleranz genannten Strategien weiter. Wichtig ist auf jeden Fall, die eigene Ernährung deutlich besser zu kontrollieren, als dies für nicht betroffene Personen nötig ist. Nur so kann man die Aufnahme von Laktose vermeiden oder aber Laktasetabletten richtig dosieren. Hier einige Tipps, wie das gut gelingt:

 

1.) Lebensmittel gezielt einkaufen und Essen selbst zubereiten:

Durch den Einkauf und die eigenständige Zubereitung von Essen und Getränken hat man die perfekte Kontrolle über die eigene Ernährung. Bei abgepackten Produkten sollte man sich angewöhnen, die Zutatenliste zu studieren. Milch und Milchbestandteile einschließlich Laktose sind in Deutschland kennzeichnungspflichtig und man kann so entsprechend Überraschungen ausschließen. Kauft man Wurst oder mariniertes Fleisch an der Frischetheke, sollte man nachfragen, ob Milchbestandteile enthalten sind. Vorsicht ist auch bei Gewürzmischungen geboten, bei denen teilweise Laktose als Geschmacksträger beigemischt ist. Liegt keine absolute, sondern nur eine eingeschränkte Intoleranz vor, kann man durchaus auch gereiften Käse essen. Alte, durchgereifte Käsesorten erhalten nur noch einen geringen Laktoseanteil, der von den meisten Betroffenen gut vertragen wird (siehe auch: Laktosearme Käsesorten). Ergänzend helfen laktosefreie Milchprodukte im Alltag weiter, die es teilweise im Kühlregal oder auch als haltbare Produkte im gut sortierten Lebensmittelhandel gibt. Nachfragen sollte man auch bei frisch gekauften Backwaren und Kuchen. Hier werden häufig Milchprodukte mit verarbeitet, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht unbedingt vermutet.

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2.) Im Restaurant, Café oder in der Kantine:

Hier hilft of nur eins: nachfragen und auf die Unverträglichkeit hinweisen. Das hilft, die richtige Auswahl zu treffen und ggf. zumindest eine etwa passende Dosis an Laktasetabletten zu wählen. Inzwischen hat das Thema Laktoseintoleranz zum Glück eine breitere Aufmerksamkeit gewonnen. So gibt es z.B. bei einigen Caféhausketten und eigenständigen Cafés laktosefreie Milch oder zumindest Sojamilch im Angebot. Auch in besseren Restaurants wird bei der Zubereitung der Speisen auf die Unverträglichkeit Rücksicht genommen. Am besten schon bei der Reservierung darauf hinweisen. So ist sichergestellt, dass der Koch nicht allzu sehr improvisieren muß, was sonst mal besser und mal weniger gut gelingt.

 

3.) Auf Reisen und im Hotel

Nicht in allen Ländern genießt das Thema Laktoseintoleranz die gleiche Aufmerksamkeit wie bei uns. Gerade auch in südeuropäischen Ländern ist das häufig nicht der Fall, obwohl gerade hier die Unverträglichkeit weit verbreitet ist. Vermutlich dauert es noch einige Jahre, bis sich auch dort eine entsprechende Sensibilität für das Thema entwickelt. Bei allen Buchungen empfiehlt es sich, auf die Laktoseintoleranz hinzuweisen. Einige Fluggesellschaften bieten entsprechende Mahlzeiten an, wenn man das bei der Buchung angibt. Auch gute Hotels bereiten sich entsprechend vor, wenn sie wissen, daß ein Gast keinen Milchzucker verträgt und kaufen entsprechend vor Ankunft laktosefreie Produkte ein. Es ist oft erstaunlich, was neben dem Standard alles möglich ist, so daß die Lebensqualität durch die Laktoseintoleranz wirklich nicht eingeschränkt sein muß.