Milchallergie

Oft wird Laktoseintoleranz mit einer Milch- bzw. Kuhmilchallergie verwechselt. Bei Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit, die jedoch keine allergische Reaktion des Körpers verursacht. Milchallergie ist hingegen eine Allergie im medizinischen Sinne und tritt im Gegensatz zur Milchzuckerunverträglichkeit häufig schon im Säuglingsalter auf. Sie wird dann sictbar, wenn Säuglinge oder Kleinkinder erstmals mit Kuhmilch in Kontakt kommen. In vielen Fällen wächst sich die Kuhmilchallergie glücklicherweise bis zum 6. Lebensjahr aus, bleibt aber auch teilweise länger bestehen.

Die Kuhmilch enthält eine Vielzahl verschiedener Allergene, die eine Milchallergie auslösen können. Die Symptome sind vielfältig, sowohl hinsichtlich der Art als auch bezüglich der Intensität. Dazu gehören Hautreizungen bis hin zu Ekzemen, Probleme im Verdauungstrakt, Atembeschwerden und ernsthafte Probleme im Herzkreislaufsystem. Für die Diagnose gibt es keinen einzelnen zuverlässigen Test, aber eine genauere Analyse des Ernährungsverhaltens sichert häufig den Befund.

Milchallergie ist ein grundlegend anderer Befund als die Laktoseintoleranz und kann auch nicht mit gleichen Methoden vermieden oder unterbunden werden. Sprachliche Verwirrung entsteht durch den Begriff ‚Laktoseallergie‘, mit dem meistens die Unverträglichkeit gemeint ist, bei der es sich jedoch nicht um eine Allergie handelt.