Natürliche Laktoseintoleranz

Die natürliche Milchzuckerunverträglichkeit ist die Form, die am weitesten verbreitet ist. Sie tritt häufig erst bei Erwachsenen auf und verstärkt sich oft mit zunehmendem Alter. Als Säuglinge und Kinder können die Betroffenen noch ausreichend Laktase produzieren, so daß die Ernährung mit Muttermilch und später mit  anderen Milchprodukten zunächst ohne Probleme möglich ist. Mit der Entwöhnung von Milchprodukten reduziert sich auch die Menge der vom Körper produzierten Laktase und es kommt zu den typischen Symptomen der Laktoseunverträglichkeit. Dies ist besonders häufig im asiatischen Raum der Fall, wo die Mehrheit der Bevölkerung Milchzucker nicht verträgt. Entsprechend sieht der Speiseplan in diesen Ländern aus, auf dem Milchprodukte keine Rolle spielen. In nördlichen Breiten gibt es diese Probleme seltener, aber auch in Deutschland gelten etwa 15% der Bevölkerung als betroffen, in südeuropäischen Ländern sind es teilweise mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung.
Bei der natürlichen Laktoseintoleranz vertragen betroffene Personen i.d.R. in einem gewissen Rahmen noch Laktose, d.h. sie produzieren noch eingeschränkt Laktase. Häufig werden noch 12g Laktose als Einmaldosis bzw. 24g Laktose über den Tag verteilt vertragen, als eine bzw. zwei Tassen Milch oder ein Äquivalent anderer Lebensmittel, siehe Laktosetabelle. Diesen Spielraum kann man durchaus ausnutzen, dadurch wird kein Schaden angerichtet und es werden keine Beschwerden ausgelöst. Das ist wichtig zu wissen, die vollständige Vermeidung von Laktose ist in seltenen Fällen notwendig. Die erbliche Laktoseintoleranz tritt nicht ab einem bestimmten Alter auf, allerdings besonders häufig erst bei Erwachsenen. Es können jedoch auch Kleinkinder und Schulkinder schon davon betroffen sein.

-> Diagnose von Laktoseintoleranz